Lexikon

 

A

Ambo

Ort für die Verkündigung der Schriftlesungen, aber auch für die Predigt und den Vortrag der Anliegen in den Fürbitten. Die Brüstung ist meist künstlerisch gestaltet und mit einem Pult versehen. Hier stellen sich die Messdiender mit Kerzen beim Evangelium auf.

Apostel

Gesandte, Beauftragte, insofern auch Jesus selbst. Gemeint sind aber im allgemeinen jene, die die Auferstehung Jesu bezeugt haben. Dies gilt vor allem dem engeren Kreis der Zwölf unter der Nachfolgeschaft derJünger, die symbolhaft die zwölf Stämme Israels repräsentierten. Sie sollen die Kontinuität der Gemeinschaft,  später „Kirche“, die an das apostolische Zeugnis gebunden ist, mit dem irdischen und erhöhten Herrn gewährleisten. Nach katholischem Verständnis begründet sich das Amt des Bischofs in der direkten Apostelnachfolge. Die Weitergabe der apostolischen Vollmacht erfolgt in der Weihe durch Handauflegung von Bischof zu Bischof.

 


 B

Bischof

Aus dem griechischen „episkopos“ = Aufseher, Schiedsrichter. Heute Vorsteher einer Ortskirche (Bistum/Diözese) in der hierarchischen Ordnung der Kirche, die sich in Bischöfe, Presbyter (Priester) und Diakone gliedert. Mit besonderen sakramentalen und kirchen-rechtlichen Vollmachten ausgestattet. In der lateinischen Kirche des Westens vom Papst ernannt, aber als Nachfolger der Apostel Inhaber eigenen Rechts. Dennoch auf die Autorität des Petrusamtes des Papstes verwiesen und diesem allein verantwortlich. Nach der Lehre der Kirche haben Bischöfe eine kraft göttlichen Rechts festliegende Stellung als Nachfolger der Apostel. Sie verfügen über die volle Weihegewalt, d.h. sie allein haben das Recht, Priester und Bischöfe zu weihen. Im Umfang der Weihegewalt sind der Papst und die übrigen Bischöfe in nichts unterschieden. In der Hirtengewalt, also die Kirche zu leiten und kirchliches Recht zu setzen, sind sie dem Papst und dessen umfassenden Rechten (Jurisdiktionsprimat) untergeordnet. Konkret: Die Weihegewalt wird durch die von einem Bischof gespendete Weihe empfangen, die Hirtengewalt durch die päpstliche Ernennung. Beide Akte unterliegen grundsätzlich dem alleinigen Recht des Papstes, der die Weihe jedoch in der Regel delegiert. Unterscheidung in Residierende Bischöfe (Vorsteher eines Bistums), Titularbischöfe (Titel eines untergegangenen Bistums , z.B. für Hilfs- (Auxiliar-) bzw. Weihbischöfe, die einem Diözesanbischof zur Seite gestellt sind, oder ranghohe Prälaten an der römischen Kurie oder im Diplomatischen Dienst des Vatikans (Nuntien). Die Päpstlichen Delegaten sind grundsätzlich im Rang eines Titular-Erzbischofs, im Unterscheidung zum Erzbischof- Metropoliten (dessen Bistum vorrangig mit anderen Bistümern – Suffragan-Bistümern – zu einer kirchlichen Region verbunden ist, z.B. Bamberg, Berlin, Freiburg, Hamburg, Köln, München, Paderborn). Die Bischöfe eines Landes oder eines Landesteiles schliessen sich zu Bischofskonferenzen zusammen, deren Beschlüsse für den einzelnen Bischof allerdings nicht bindend sind.

 


C


D

Dechant

(Dekan, Erzpriester). Die Pfarreien jeder Diözese sind in Dekanate eingeteilt, an deren Spitze jeweils ein Pfarrer als Dekan steht. Er hat die Seelsorgsarbeit im Dekanat zu koordinieren und für ein geordnetes und würdiges gottesdienstliches Leben besorgt zu sein. Je nach Diözesanbrauch trägt er als Kennzeichen mancherorts einen farbigen Kragen (Beff) oder eine Mozetta.

 


E

Evangelium

Zum Wortgottesdienst der Messfeier gehört als Höhepunkt immer ein Abschnitt aus einem der vier Evangelien, abgekürzt selber Evangelium genannt. Der Diakon oder Priester zieht mit dem Evangeliar in festlicher Prozession, mit Weihrauch und Lichtern an den Ort der Verkündigung, den Ambo, dazu ertönt das Halleluja oder statt dessen in der Fastenzeit und bei Totengottesdiensten eine andere Christusakklamation. Die Teilnehmer des Gottesdienstes stehen dazu auf und bezeichnen sich bei der Ankündigung mit dem dreifachen Kreuzzeichen. Am Ende der Verkündigung erhebt der Diakon oder Priester das Buch und küsst es, dazu kann das Halleluja wiederholt werden.

 


F

Firmung

Das zweite Sakrament der christlichen Initiation muss im Zusammenhang mit der Taufe gesehen werden. Wie in Samaria die Apostel durch die Handauflegung das Taufgeschehen vollenden und bestärken, so schafft heute noch die Handauflegung des Bischofs zum Abschluss der Taufe engere Verbindung mit der Kirche und schenkt Kraft des Heiligen Geistes, damit der Getaufte Zeugnis ablegt für Christus und in Glaube und Liebe mithilft, die Kirche aufzubauen. Wenn, wie bei der Säuglingstaufe die Regel, der Bischof bei der Tauffeier nicht anwesend ist, wird die bischöfliche Handauflegung verschoben und so das Sakrament der Firmung zeitlich von der Taufe getrennt, seit dem 13. Jahrhundert auf das 7. Lebensjahr verschoben. Dies wird in vielen Ländern pastoral genutzt, in dem die Firmung auf noch spätere Jahre verlegt und zu einer positiven persönlichen Annahme der ohne persönliche Zustimmung empfangenen Säuglingstaufe gestaltet wird. Bei Taufe im Schul- und Erwachsenenalter hingegen hat der taufende Priester auch Firmvollmacht, damit die Feier der Eingliederung nicht auseinandergerissen wird. Die Erfüllung mit dem Heiligen Geist wird in der Heiligen Schrift oft "Salbung" genannt. Auch hier vollendet der Bischof durch die Salbung auf der Stirn die Taufsalbung, die der Priester auf dem Kopf vornimmt. Die Firmspendung erfolgt innerhalb der heiligen Messe. Nach dem Evangelium treten die Firmlinge, soweit Zahl und Platz dies zulassen, vor den Bischof. Dieser hält eine kurze Homilie und nimmt dann das Taufbekenntnis der Firmlinge entgegen. Nach einem stillen Gebet breitet der Bischof die Hände ueber die Firmlinge aus und spricht über sie das Gebet um die Gaben des Heiligen Geistes. Dann treten die Firmlinge einzeln vor den Bischof, der ihnen mit dem ölgetränkten Daumen das Kreuz auf die Stirn zeichnet.

 


G

Gründonnerstag

Donnerstag der Karwoche, letzter Tag der Quadragesima, mit dessen Abend das Ostertriduum beginnt, benannt wahrscheinlich nach dem mittelhochdeutschen Wort gronan (greinen, weinen). Am Vormittag, an dem sonst keine Messe stattfindet, weiht der Bischof in der Chrisammesse in Konzelebration mit den Priestern des Bistums die heiligen Öle, aus praktischen Gründen wird diese Messe meist auf einen anderen Tag vorverlegt. Am Abend feiert jede Pfarrei in einer einzigen gemeinsamen Messe das Letzte Abendmahl des Herrn, ein im Hauptraum der Kirche stehender Tabernakel wird vorher entleert. Die Abendmahlfeier soll die Gemeinde zusammenschliessen für eine rechte Osterfeier, das Evangelium von der Fußwaschung kann dabei auch real nachvollzogen werden. Beim Gloria ertönen die Glocken, die dann bis in die Osternacht verstummen, ersetzt durch hölzerne Klappern. Nach der Messfeier werden die für die Kommunion am Karfreitag vorauskonsekrierten Hostien in Prozession in eine Nebenkapelle übertragen, vor dem verschlossenen Tabernakel wird Anbetung gehalten. Nach der Abendmesse wird der Altar der Kirche von allem Schmuck entblösst, Kreuze werden alle, soweit möglich, aus der Kirche entfernt oder verhüllt.

 


H

Hostie

das für die Feier der Eucharistie bestimmte Brot. Grundsätzlich sollte man bei der Messfeier nur eine einzige Hostie gebrauchen, die so geteilt wird, dass sie für alle Teilnehmer ausreicht. Aus praktischen Gründen kann man bei gemeindlichen Messfeiern meist nicht auf vorgefertigte kleine Hostien verzichten, aber auch dann sollte ein Teil der benötigen Hostien für die Kommunionspendung durch Brechen einer grossen Hostie gewonnen werden.

 


I


J


K

Kerze

Licht, dass vom sich verzehrenden Wachs der Kerze genährt wird, ist in besonderer Weise Sinnbild Christi. Brennende Kerzen zeigen die Gegenwart Christi an, am Altar, beim Evangelium, beim Geleit des Priesters, vor dem Tabernakel und dem ausgesetzten Allerheiligsten, sie wird dem Christen bei der Taufe überreicht, er trägt sie bei der ersten Kommunion und in der Osternacht, sie begleitet ihn bei der Hochzeit und in der letzten Stunde als Sterbekerze. Brennende Kerzen vertreiben das Dunkel, so werden sie zu Beginn der Osternachtwache und jeden Abend zur Vesper feierlich entzündet.

Kaplan

ursprünglich der mit dem Gottesdienst an einer Kapelle beauftragte Priester. Von daher der mit der Sorge für eine kleinere Gemeinschaft beauftragte Priester (Haus-, Schlosskaplan) sowie die einem Pfarrer als Mitarbeiter beigegebenen Priester (Kooperator, im neuen Kirchenrecht Pfarrvikar genannt).

Kommunion

Ausspendung und Empfang der eucharistischen Gaben im Anschluss an das Hochgebet. Der Kommunionteil wird eröffnet mit dem Vaterunser, es folgt der Friedensgruss und das Brotbrechen.

Kreuz

Dass Jesus die Todesstrafe in Form der Kreuzigung erlitten hat, war eines der grössten Probleme der urchristlichen Mission. Man stellt darum bis in die Frühgotik hinein nicht das Kreuz in seiner Schrecklichkeit dar, sondern als den Wendepunkt, an dem der Tod überwunden wird und Jesus als Sieger aufersteht. Es leuchtet in Gold und Mosaik von den Apsiden der Kirchen und kündet den kommenden Christus. Es geht, reich mit Steinen geschmückt als Prozessionskreuz dem wandernden Gottesvolk voran und wird zum Gottesdienst als Altarkreuz aufgesteckt.

Kreuzzeichen = christliche Form des Segnens über sich selber und andere. Die Besiegelung mit einem Zeichen bedeutet Inbesitznahme, hier durch Gott, und so auch seinen Schutz. Aus den vielfältigen Bezeichnungen mit kleinen Kreuzen hat sich das volkstümliche "kleine Kreuzzeichen" entwickelt: drei Kreuze mit dem Daumen auf Stirn, Mund und Brust gezeichnet. In der Liturgie wird dies nur zum Evangelium gemacht, sonst dient zur Selbstbekreuzigung das "grosse" oder "lateinische Kreuzzeichen", bei dem mit der flachen Hand ein Kreuzbalken von der Stirn bis zur Brust und der Querbalken von Schulter zu Schulter gezeichnet wird.

 


L

Lesung

die für einen Gottesdienst ausgewählten einzelnen Abschnitte (Perikopen) aus der Bibel, enthalten im Lektionar.

 


M

Monstranz

Monstranz: Gerät, in dem das Allerheiligste, also der Leib Christi, zur Anbetung ausgesetzt wird.

 


N

Neuer Morgen

Ein Paar Fakten über die Band Neuer Morgen:
Das Gründunsjahr von "Neuer Morgen" liegt im Jahre 2003. Zum Anlass der Abschlussmesse unserer Pfarrei der Ministranten Romwallfahrt im Herbst 2003 gaben sie das erste Mal ihr Bestes zum Guten. Da die Begeisterung groß war, haben wir uns entschlossen, die monatlichen WJT-Messen mit unserer Musik zu begleiten. Zu Beginn unserer erfolgreichen Karriere, bestanden wir aus 5 Musikern und Musikerinnen. Mit der Zeit ist die Band von einem Quintett auf 14 Leute angewachsen. Nicht schlecht oder ;-) ?!   Begleitet werden sie von 6 Sänger/innen.
In der Band spielen folgende Instrumente mit: Querflöte, Oboe, Klarinette, Klavier, E-Bass, Trompete, Gitarre, Schlagzeug


O


P

Predigt

Verkündigung und Auslegung des Gotteswortes in verschiedenen Formen: Als Homilie eingebettet in die Eucharistie oder sonstige Sakramentenfeier, als missionarische Predigt bei der Erstverkündigung oder dem Ruf zu erneuter Umkehr, vor allem aber als Kernstück eines selbständigen Wortgottesdienstes, etwa am Jahresschluss.

Priester

Der Begriff "Pfarrer" leitet sich ab vom lateinischen parrochus (Wirt, Gemeindeleiter) ab. Er ist ein vom Bischof zur Leitung einer katholischen Pfarrgemeinde eingesetzter Priester. Er ist verantwortlich für die Seelsorge in der Pfarrei und arbeitet zusammen mit anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Aufbau der Gemeinde. Im Alten Bund die bevollmächtigten Mittler zwischen Gott und seinem Volk, sie dürfen in den Gott vorbehaltenen Raum eintreten und ihm die Gebete und Gaben des Volkes darbringen. Für uns ist der einzige Mittler zwischen Gott und den Menschen Jesus Christus, er allein ist der Priester, der sich für uns dem Vater vorbehaltlos schenkt. Von Christi Heiligem Geist erfüllt, darf die ganze Kirche diesen Priesterdienst Christi mittun. Vom Taufpriestertum hebt sich das Dienstpriestertum ab. Die "Presbyter" haben den Auftrag, als Hirten für die Kirche Gottes zu sorgen. Sie verbinden die versammelte Gemeinde mit dem Bischof, machen sie sichtbar zur Kirche und ermöglichen ihr so erst die Ausübung des priesterlichen Dienstes. Vollmacht und Auftrag dazu erhält er unter Gebet und Handauflegung in der Priesterweihe.

Der vorerst letzte Pfarrer ist in unserer Pfarrei Friedhelm Radermacher gewsen, jetzt ist unsere Pfarrgemeinde in einem Pfarrverband mit Radevormwald und Vogelsmühle zusammengelegt. Seit dem 1. September nat unsere Gemeinde jedoch einen neuen Kaplan, der auch für die Messdienerarbeit hier zuständig ist. Dominic Klein, der Parrer von Radevormwald ist gleichzeitig auch unser Parrer.

Papst

Lat. papa, griech. pappas = Vater, Anrede für die Patriarchen Byzanz, Alexandrien, Antiochien und Jerusalem sowie für Bischöfe und Äbte.  Seit Mitte des 5. Jh. gebräuchlicher Ehrentitel für den Bischof von Rom als Oberhaupt der Kath. Kirche. Zum ersten Mal bezeichnet sich Bischof Siricius von Rom (384-399) amtlich als „papa“.  Gregor I. (590-604) legt den Titel gesetzlich fest, schliesslich allein dem Bischof von Rom vorbehalten.

 


Q


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Rom

Gründer ist der Sage nach Romulus . Er und sein Zwillings-Bruder Remus stammen vom Kriegsgott Mars und der schönen Tochter des Königs Numitor, der von Amulius, einem Verwandten, um den Thron betrogen wurde. Numitor wollte die beiden Kinder im Tiber ertränken, aber sie wurden von einer Wölfin gerettet, die sie aufzog. Die beiden Brüder töten später den Amulius und bringen ihren Vater auf den römischen Thron. Dann wollten sie eine Stadt an der Stätte ihrer Errettung errichten. Im Streit erschlägt Romulus seinen Bruder Remus. (Die Wölfin wird zum Wahrzeichen Roms, wie sie die beiden Knaben säugt).Die historischen Anfänge der Stadt liegen im Dunkeln. Älteste Siedlungsspuren am Tiber zu Füssen der Sieben Hügel sind Grabstätten der Latiner aus dem 8. Jh. v. Chr. Varro, ein Zeitgenosse Cäsars legt das Gründungsdatum der Stadt auf das Jahr 753 v. Chr. fest.  Die Etrusker, aus Kleinasien nach Mittelitalien kommend, prägen die Frühgeschichte Roms. Um 510 v. Chr. werden die Etrusker von den Latinern verjagt. (Letzter König Tarquinius Superbus). Sie errichten eine Republik mit zwei gewählten Konsuln an der Spitze. Im Herbst 476 endet für Ravenna die Funktion der Hauptstadt des weströmischen Reiches. klassischer Prägung.(Konstantinopel für Ostrom). Nach Putsch der germanischen Söldner riefen diese ihren Oberbefehlshaber Odoaker zum König von Italien aus. Letzter weströmischer Herrscher Orestes wird in Picenza ermordet. Ende des römischen Imperiums. Die weströmische Kaisertradition setzt sich allerdings fort mit der Krönung des Frankenkönigs Karl (Karl d.Gr.) durch Papst Leo III. am Weihnachtstag 800 im Petersdom. Seit dem 11. Jh. hiess das deutsche Reich „römisches Reich“, seit dem 15.Jh. „Heilige Römisches Reich Deutscher Nation“.  Die römische Kaisertradition erlischt erst 1806 mit Franz von Österreich, der unter Druck Napoleons auf die Kaiserkrone verzichtet.

 


S

Selige

Männer und Frauen in vorbildlicher Nachfolge Christi. Verehrung nur auf einen bestimmten Ort, eine bestimmte Region oder eine bestimmte kirchliche Gemeinschaft begrenzt (im Unterschied zur Heiligsprechung, die für die ganze Kirche gilt). Vorausgeht das Seligsprechungsverfahren. (kirchenrechtliche Ermittlungen und Beweisführung über den Ruf der Heiligkeit, des Martyriums, der herausragenden Tugenden und eventuell aufgetretener Wunder.

Sixtinische Kapelle

Vatikanische Hofkapelle. (Capella Sistina) Ort der Papstwahl (Konklave). Unter Papst Sixtus IV. 1471/84 errichtet. An den Längsseiten Fresken von Botticelli, di Cosimo, Frau Diamante, Ghirlandaio, Perugino, Pinturicchio und Rosselli). Weltberühmt das Deckengemälde von Michelangelo mit Szenen des biblischen Schöpfungsberichtes. Nach 20jähriger Restaurierung, insbesondere der Fresken im Dezember 1999 wieder eingeweiht. Meisterwerke der berühmtesten Maler des 15. und 16. Jhs., wie Michelangelo und Boticelli. An den Seitenwänden zwölf Fresken mit Szenen aus dem AT und NT von Boticelli, Perugino, Ghirlando und Rosselli in der Zeit von 1481/82 gemalt. Im Mittelpunkt das Michelangelo Buonarotti (1475-1564) als Spätwerk von 1536 – 1541 gemalte „Jüngste Gericht“, ein riesiges Fresko, das die Altarwand krönt, auf einer Fläche von 180 Quadratmetern das grösste zusammenhängende Fresko der Welt. Deckengemälde mit Szenen aus der Schöpfungsgeschichte, (Erschaffung des Adams). Michelangelo bemalte danach die Paulinische Kapelle. Die beiden bedeutenden Fresken zeigen die „Kreuzigung Petri“ und  „Bekehrung des Paulus“ (1542-1555)

 


T

Tabernakel

Tabernakel (lat. tabernaculum "Hütte, Zelt"; im Deutschen meist mask.) ist in der katholischen Kirche die Bezeichnung für den Aufbewahrungsort der eucharistischen Brotsgestalt, die als der Leib Christi verehrt wird ("das Allerheiligste"). Der Name ist eine Erinnerung an das "Offenbarungszelt" (Einheitsübersetzung) bzw. die "Stiftshütte" (Lutherübersetzung) des Alten Testaments, die in der lateinischen Bibel tabernaculum testimonii heißt. In ihr wurden die Gebotstafeln Moses (als Allerheiligstes) aufbewahrt. Zugleich ist das Wort eine Vorwegnahme des "himmlischen Jerusalem" (s. Eschatologie), das als "Wohnung Gottes bei den Menschen" (tabernaculum Dei cum hominibus) bezeichnet wird (Offb. 21,3). Entsprechend seiner Bedeutung wird der Tabernakel seit der Gotik auf unterschiedlichste Art künstlerisch ausgestaltet und ist auch in modernen katholischen Kirchen ein Blick- und Andachtszentrum.

 


U


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Velum

Tuch zum Verhüllen, Ausdruck der Ehrfurcht, vor allem als Schultervelum, mit dem der Priester beim feierlichen Segen die Monstranz ergreift, sowie als Kelchvelum, mit dem der Messkelch bedeckt ist, bis er auf den Altar gestellt wird.

 


W

Weihrauch

Weihrauch ist getrocknetes Harz, das von altersher als aromatisches, desinfizierendes und entzündungshemmendes Räuchermittel in Gebrauch ist. Es entwickelt beim Verglühen (Räuchern) einen aromatisch duftenden Rauch und wird in verschiedenen Religionen (z.B. der katholischen und orthodoxen Kirche) bei Kulthandlungen verwendet, meist vermischt mit anderen Räuchermitteln wie z.B. Benzoin, Myrrhe, Galbanum, Zistrose, Styrax, Lorbeer etc. Früher wurden auch andere Räucherharze als Weihrauch bezeichnet. Das echte Weihrauchharz wird vom Weihrauchbaum gewonnen, einer Gattung der Familie der Balsambaumgewächse (Boswellia sacra, Boswellia serrata, Gummi olibanum). Der Baum wächst in Trockengebieten um das Horn von Afrika (Somalia, Äthiopien, Eritrea, Sudan), in Arabien und in Indien . Hauptabnehmer ist die Parfümindustrie.Seit einigen Jahren wird das Weihrauchharz auch für medizinische Zwecke aufbereitet und verarbeitet. In der katholischen Liturgie wird Weihrauch v.a. in der Messe und in der Vesper verwendet. Der Altar und die eucharistischen Gaben, das Evangelienbuch, der Priester und alle Gläubigen, auch die Osterkerze und die Weihnachtskrippe u.a. werden mit Weihrauch verehrt. Er ist dabei das Zeichen der göttlichen Gegenwart und der aufsteigenden Gebete der Gläubigen. Historisch geht die Verwendung von Weihrauch im Christentum auf den Kult der Israeliten zurück, in deren Tempel oft Weihrauch verbrannt wurde. Aber auch viele andere antike Religionen und auch der orientalische und römischen Herrscherkult kannten den Weihrauch. Kaisern und Statthaltern wurde beim Einzug in eine Stadt Weihrauch vorangetragen - als Zeichen der Huldigung, aber auch zur Verdrängung des Kloakengestanks. Auch privat war das regelmäßige Ausräuchern des Hauses mit verschiedenen aromatischen Mischungen in der Antike verbreitet. Weihrauch enthält psychoaktive Stoffe, die zeitweise das Bewußtsein verändern können.

 

Weltjugendtag 2005

Vom 11. bis zum 21. August 2005 hat der Papst die Jugend der Welt zum XX. Weltjugendtag nach Deutschland eingeladen. Das Motto zu diesem Weltjugendtag stammt aus dem Matthäusevangelium und heißt „Wir sind gekommen, um IHN anzubeten“. Nach den Tagen der Begegnung in den deutschen Diözesen (11. bis 15. August 2005) versammelten sich die internationalen Gäste mit ihren Gastgebern zu den zentralen Veranstaltungen im Erzbistum Köln. Der Papst selbst ist zu diesem Fest des Glaubens und der Begegnung nach Köln gekommen. Mit ihm sind etwa 405.000  junge Dauerteilnehmer zwischen 16 und 30 Jahren, 600 Bischöfe und 4.000 Journalisten aus aller Welt erwartet. Zur Abschlussmesse auf dem Marienfeld sind nach offiziellen Schätzungen 1,1 Millionen Menschen gekommen. Die lokale Organisation und Durchführung des Weltjugendtags ist Aufgabe der Weltjugendtag GmbH in Köln. Kernteams bereiten den Weltjugendtag in den einzelnen Gemeinden mit vor.

 


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Zeltkirche

Die Zeltkirche war in der Zeit zwischen dem 20. Juni und dem 18. Juli 2004 auf dem Schotterplatz an der Wiesenstraße aufgestellt worden. Sie ist von dem Pfarrverband als Forum und Plattform der Begegnung genutzt worden. Gruppierungen der Gemeinden konnten sich mit eigenen Veranstaltungen einbringen, die sie extra kreieren oder bewusst in die Zeltkirche verlegten. Der Austausch, Verständnis für den Anderen und gemeinsames Feiern stand im Mittelpunkt dieser Zeit. Dadurch soll das Forum den Glauben in die Welt tragen, lautet der Wunsch der Organisatoren.